Waldmeister – Einschlaftee, Duftsäckchen & was Du beim Sammeln wissen musst

Der Waldmeister ist eines der charmantesten Kräuter des Frühlings. Unscheinbar, zart und voller stiller Kraft. Wer ihn einmal kennt, sucht ihn jedes Jahr wieder. Und wer ihn richtig anwendet, hat einen treuen Begleiter für ruhige Abende und erholsame Nächte.

In diesem Beitrag zeige ich Dir, wie Du Waldmeister zu einem wohltuenden Einschlaftee verarbeitest, ein duftendes Kräutersäckchen herstellst. Und welche Pflanzen Du beim Sammeln kennen solltest, damit Du immer auf der sicheren Seite bist.

Waldmeister sammeln – so geht’s richtig

Der beste Erntezeitpunkt ist kurz bevor die Blüten vollständig aufgegangen sind. Dann ist der Wirkstoffgehalt am höchsten. Schneide die oberen Triebspitzen ab und lass das Kraut danach ca. 12 – 24 Stunden an einem luftigen Ort antrocknen. Denn erst im angetrockneten Zustand entfaltet sich der typische süße Cumarinduft, der den Waldmeister so unverwechselbar macht.

Waldmeister-Tee für ruhige Nächte

Die Volksmedizin setzte Waldmeister traditionell bei Nervosität, Schlaflosigkeit und innerer Unruhe ein.

Diese Wirkungen ist wissenschaftlich nicht vollständig belegt. Was wir aber wissen: Das enthaltene Cumarin wirkt auf viele Menschen beruhigend.

Einen Versuch ist es wert.

Du brauchst:

  • 2 TL getrockneten Waldmeister
  • ¼ l heißes Wasser (ca. 80–90 °C, nicht kochend)

So geht’s:

  1. Den angetrockneten Waldmeister mit dem heißen Wasser übergießen.
  2. Ca. 5–10 Minuten ziehen lassen.
  3. Abseihen und in Ruhe genießen – am besten ohne Handy.

💡 Eine Tasse am Abend getrunken soll die Einschlafbereitschaft fördern. Probiere es einfach aus.

Bitte beachte: 
Waldmeister in kleinen Mengen ist für die meisten Menschen unbedenklich. Bei höherer Dosierung kann Cumarin Kopfschmerzen auslösen, bei sehr hoher Dosierung oder Daueranwendung werden Leberschäden diskutiert. Deshalb: gelegentlich und in Maßen genießen, nicht als Dauertherapie einsetzen. Bei Lebererkrankungen bitte ganz darauf verzichten.

Waldmeister-Duftsäckchen für erholsamen Schlaf

Dieses kleine Säckchen ist schnell gemacht – und schenkt Dir ein Stückchen Waldfrieden direkt auf dem Nachttisch.

Du brauchst:

  • Eine kleine Handvoll angetrockneten Waldmeister
  • Ein kleines Stoffsäckchen oder ein Stück Musselin/Leinen (ca. 10×10 cm) mit Bändchen zum Zubinden
  • Optional: ein paar getrocknete Lavendelblüten als Ergänzung

So geht’s:

  1. Den gut angetrockneten Waldmeister locker in das Säckchen füllen.
  2. Zubinden – fertig!

💡 Unters Kopfkissen oder auf den Nachttisch gelegt soll das Duftsäckchen für ruhigen Schlaf sorgen. Der Duft hält je nach Lagerung mehrere Wochen an.

Verwechslungsgefahr: Diese Pflanzen solltest Du kennen

Waldmeister gehört zur Gattung der Labkräuter (Galium) – und genau hier lohnt ein zweiter Blick, denn es gibt einige ähnlich aussehende Verwandte.

Wiesen-Labkraut: Quirlblättrig wie der Waldmeister, aber mit auffällig weißen Blüten statt. Es ist nicht giftig – schmeckt sogar! – aber es ist eben nicht Waldmeister.

Kletten-Labkraut: Dieses Kraut kennst Du vielleicht als „Klebkraut“ – es haftet an Kleidung und Tierfell. Die Blätter sind ebenfalls quirlförmig angeordnet, die Pflanze ist aber deutlich größer, rauer und kletternd. Verwechslungsgefahr ist gering, wenn man beide einmal nebeneinander gesehen hat.

Wichtigstes Erkennungsmerkmal für Waldmeister: Der typische Waldmeister-Duft – aber Achtung: Er entsteht erst beim Antrocknen. Frisch gepflückt riecht die Pflanze kaum.

💡 Mein Tipp: Besuche den Waldmeister mehrmals im Jahr und lerne ihn in verschiedenen Wachstumsstadien kennen. Das ist die sicherste Art, eine Pflanze wirklich zu kennen...

… oder komme doch einfach mit auf eine Kräuterwanderung

Du möchtest Waldmeister und andere Wildkräuter direkt in der Natur kennenlernen – mit fachkundiger Begleitung und allen Sinnen? Dann freue ich mich, Dich bei einer meiner Kräuterwanderungen in Karlsruhe begrüßen zu dürfen.

👉 Hier geht’s zu allen Veranstaltungen und zur Anmeldung.

Natürliche Hausapotheke: Ackerschachtelhalm-Salbe!

Der Ackerschachtelhalm unterstützt die natürliche Heilung unserer Haut. Er ist gut für Hautabschürfungen, Wunden, Juckreiz und Ausschläge. 

Was ist Ackerschachtelhalm?

Der Ackerschachtelhalm ist eine uralte Pflanze, die seit Jahrhunderten für ihre heilenden Eigenschaften geschätzt wird. Er wird auch oft als „Zinnkraut“ bezeichnet. Der Ackerschachtelhalm weist einen hohen Gehalt an Kieselsäure, Kalium, Kalzium und Magnesium auf. Diese Mineralien sind für die Gesundheit unserer Haut und unseres Bindegewebes von entscheidender Bedeutung.

Die Heilkraft des Ackerschachtelhalms

Ackerschachtelhalm hat zahlreiche Vorteile für die Hautgesundheit. Er wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und adstringierend, was bedeutet, dass er dazu beiträgt, Bakterienwachstum zu reduzieren und Hautreizungen zu lindern. Seine reichhaltige Mineralstoffzusammensetzung fördert die Heilung von Hautverletzungen und stärkt das Gewebe.

Die Kieselsäure im Ackerschachtelhalm unterstützt die Heilungsprozesse unserer Haut. Deshalb kann man ihn gegen Juckreiz und Entzündungen bei Hautausschlägen, Ekzemen und Insektenstichen einsetzen.

DIY Ackerschachtelhalm-Salbe: Eine einfache Anleitung

Die Herstellung deiner eigenen Ackerschachtelhalm-Salbe ist einfach und macht Spaß. Du benötigst nur wenige Zutaten und ein wenig Geduld. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Zutaten:

  • 10 g Ackerschachtelhalm
  • 80 ml sehr hochwertiges Öl (ich habe Spitzwegerich-Öl genommen)
  • 10 g Bienenwachs
  • 10 Tropfen ätherisches Lavendelöl

Zubereitung:

  • Getrockneten Ackerschachtelhalm klein schneiden und in einer elektrischen Kaffeemühle pulverisieren
  • Das Pulver des Ackerschachtelhalm in das Öl einrühren
  • Bienenwachs hinzu geben
  • Öl-Gemisch im Wasserbad erhitzen bis Bienenwachs geschmolzen ist
  • Abkühlen lassen bis es gerade noch flüssig ist
  • Wenn Du möchtest, kannst Du ätherisches Öl rein träufeln, um die antiseptischen Eigenschaften der Salbe zu verstärken
  • Gieße die flüssige Mischung in saubere, sterilisierte Gläser und lasse sie abkühlen. Deine Ackerschachtelhalm-Salbe ist nun einsatzbereit!
Anleitung für die Herstellung der Ackerschachtelhalm-Salbe

Die Verwendung deiner Ackerschachtelhalm-Salbe

Diese selbstgemachte Salbe eignet sich hervorragend zur Behandlung von Hautabschürfungen, kleinen Wunden, Juckreiz und Ausschlägen. Trage sie einfach auf die betroffenen Stellen auf und massiere sie sanft ein. Die natürlichen Eigenschaften des Ackerschachtelhalms werden dabei ihre Arbeit tun und die Haut heilen und beruhigen.

Fazit

Die Ackerschachtelhalm-Salbe ist ein wahrer Schatz in der Welt der natürlichen Heilmittel. Ihre vielfältigen Vorteile für die Haut und ihre einfache Herstellung machen sie zu einer großartigen Ergänzung für deine Hausapotheke.

Hast Du Lust bekommen, in die Welt der Kräuter einzutauchen? Dann freue ich mich, Dich bald auf einer meiner Kräuterwanderungen begrüßen zu dürfen!

Giersch – Lecker und gesund!

Giersch bringt auf jeder Kräuterwanderung zwei Reaktionen hervor. Freud oder Leid. Wer Giersch in seinem Garten hat, kennt seine Hartnäckigkeit. Weiß man jedoch um seine Vorzüge und um seinen einzigartig leckeren Geschmack, kann es auch Freude bereiten, wenn der Giersch „endlich“ im zeitigen Frühjahr zu sehen ist.

Im Frühling, wenn die jungen Gierschblätter zu sprießen beginnen, ist er besonders schmackhaft. Der Giersch erinnert an den Geschmack intensiver Petersilie und macht frisch gezupft jeden Salat zu einem schmackhaften Wildkräutersalat.

Giersch sammeln

Den Giersch sammle ich immer sortenrein. Heißt, ich mische diesen nicht mit anderen Kräutern. Beim Sortieren überprüfe ich nochmals mein Sammelgut.

Giersch ist ein Doldenblütler und diesen muss man mit Achtsamkeit und Respekt sammeln.

Die Eigenschaft vom Giersch

In der Volksheilkunde galt der Giersch als Gichtmittel. Die Blätter haben eine harntreibende, entzündungshemmende und krampflösende Wirkung. Vitamin C, Mineralien, Flavonoide und vieles mehr zählt zu seinen gesunden Inhaltsstoffen. Diese machen den Giersch zu einem wahren Antreiber für den Stoffwechsel im Frühjahr. Ade Winter, willkommen Frühling!

Wann ist die beste Erntezeit?

Das Geheimnis liegt im richtigen Moment: Die besten Blätter gibt es von März bis Mai, solange die Pflanze noch jung ist. Je kleiner und zarter die Blätter, desto milder und aromatischer der Geschmack.

Ab Juni, wenn der Giersch zu blühen beginnt, werden die Blätter bitterer und zäher – dann eignen sie sich kaum noch für die Küche.

✂️ Der Sommertrick: Einfach kräftig zurückschneiden! Giersch treibt danach frisch aus und Du hast von März bis Oktober immer wieder zarte, junge Blätter.

Den Giersch erkennen

Giersch gehört zu den Doldenblütlern. Unter dieser Pflanzengattung gibt es in Deutschland auch giftige Doppelgänger. Ein sehr gutes Erkennungszeichen ist sein kantiger, dreieckiger Stängel . Wenn man den Stängel zwischen den Fingern dreht, kann man das sehr gut spüren. Solltest Du Dir unsicher sein, unbedingt Finger davon lassen! Es kann bei Doldenblütlern unliebsame Verwechslungen geben. Hier empfehle ich Dir eine meiner Kräuterwanderungen. Meistens begegnen wir dem Giersch zu allen Jahreszeiten.

Besonders schmackhaft und gesund sind die jungen Blätter vom Giersch. Am besten sind die hellgrünen, noch leicht zusammengefalteten Blätter.

Hier siehst Du die unterschiedlichen Stadien der jungen Blätter.

Stadien vom Giersch
Kantiger, dreieckiger Stängel

Der Giersch ist erkennbar an seinem kantigen, dreieckigen Stängel. Mit etwas Fingerspitzengefühl kannst Du das gut fühlen.

Ein weiters Erkennungsmerkmal vom Giersch sind die dreigeteilten und gefiederten Blätter.

Erkennungsmerkmal Giersch-Blatt

⚠️ Im Zweifel lieber nicht sammeln – oder mit jemandem gehen, der die Pflanze sicher kennt. Bei meinen Kräuterwanderungen zeige ich Dir Giersch und wie Du ihn sicher bestimmen kannst.

Giersch vs. Petersilie: Ein Vergleich

Giersch vs. Petersilie – Vergleich Geschmack, Stängel, Erntezeit und Verwendung in der Küche

Giersch in der Küche: So verwendest Du ihn

Die jungen Blätter sind vielseitiger, als die meisten ahnen:

Roh genießen Als Salat mit anderen Frühlingskräutern, in grünen Smoothies oder als Topping auf Suppen und Broten.

Gegart wie Spinat, als Suppe, in Quiches oder Aufläufen.

Haltbar machen Einfrieren, als Pesto oder als Nasssalz – das Rezept findest Du gleich weiter unten.

Rezepte mit Giersch

🧂 Gesundes Giersch-Salz

Neben die vielseitigen Verwendung der frischen Blätter (und später im Jahr die Verwendung der Blüten und der Samen), kann man auch ein aromatisches und gesundes Gierschsalz herstellen. Die Zubereitung ist denkbar einfach:

Zutaten:

  • 2-3 handvoll Giersch-Blätter
  • etwa 200 Gramm hochwertiges Salz

Zubereitung:

  • Die Blätter vom jungen Giersch zerkleinern
  • Das Salz untermischen
  • Auf einem Backblech ausbreiten und etwas drei Tage an einem luftigen Ort trocknen
  • Nach dem Trocknen das Giersch-Salz nochmals zerkleinern
  • In Gläser abfüllen

Der Giersch mit dem untergemischten Salz muss gut getrocknet sein. Sonst kann es zu Schimmelbildung kommen.

Das Giersch-Salz passt hervorragend zum Würzen von herzhaften Speisen. Zudem bereitet es, hübsch in Gläschen verpackt, große Freude als Mitbringsel.

Giersch-Salz

🧪 Schnelles Giersch-Nasssalz

Das einfachste und vielseitigste Rezept. Das Salz konserviert die Blätter und macht das feine Aroma monatelang haltbar.

Du brauchst:

  • 100 g frische, junge Gierschblätter
  • 30 g grobes Meersalz

So geht’s:

  1. Gierschblätter waschen und sehr gut trocknen
  2. Grob zerkleinern und mit dem Salz in ein hohes Gefäß geben
  3. Mit Stabmixer oder im Mörser zu einer groben Paste verarbeiten
  4. In ein sauberes Schraubglas füllen und gut verschließen

💡 Im Kühlschrank hält das Nasssalz mehrere Wochen. Verwende es in Suppen, Dips, Kräuterbutter oder auf frischem Brot.

🍵 Einfache Giersch-Suppe

Du brauchst (für 4 Personen):

  • 2 große Handvoll junge Gierschblätter
  • 1 Zwiebel
  • 1 mehligkochende Kartoffel
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat

So geht’s:

  1. Zwiebel würfeln und in Butter glasig dünsten
  2. Kartoffel schälen, würfeln, kurz mitdünsten
  3. Mit Brühe aufgießen, 15 Minuten köcheln lassen
  4. Gierschblätter grob hacken, dazugeben, kurz mitköcheln
  5. Pürieren und abschmecken

🌿 Giersch-Pesto

Du brauchst:

  • 100 g junge Gierschblätter
  • 50 g Parmesan, gerieben
  • 50 g Pinienkerne oder Walnüsse
  • 100 ml gutes Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer

Alle Zutaten im Mixer zu einer groben Paste verarbeiten, abschmecken, in Gläser füllen. Im Kühlschrank ca. 1 Woche haltbar – oder einfrieren!

⚠️ Frisches Kräuterpesto in Öl immer im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb einer Woche aufbrauchen oder einfrieren.

Kann man Giersch einfrieren?

Ja! So hast Du auch im Winter noch etwas von der Frühlingsküche:

  1. Blätter waschen und gut trocknen
  2. Portionsweise in Gefrierbeutel füllen und beschriften
  3. Hält bis zu 12 Monate

Giersch im Garten: Ernten statt bekämpfen

Regelmäßiges Ernten ist die effektivste Methode, Giersch zurückzudrängen. Was Du erntest, kann nicht blühen – und was nicht blüht, verbreitet sich weniger. Natürlich verschwindet er dadurch nicht ganz. Aber Du hast das ganze Frühjahr frisches Grün und tust gleichzeitig etwas fürs Gartenbett. Das ist doch ein guter Deal, oder?

Fazit: Giersch verdient mehr Respekt

Giersch ist kein Feind. Er ist ein hartnäckiger Frühlingsbote, der Dir jedes Jahr kostenlos sein Bestes gibt. Du musst ihn nur nehmen. Mit seinen zarten Blättern, dem feinen Petersilienduft und seiner Vielseitigkeit in der Küche ist er eines der wertvollsten Wildkräuter, die wir haben.

Probier es aus. Ernte ihn. Iss ihn. Und vielleicht wirst Du ihn bald genauso lieben wie ich.

Wilder Pfeffer in Deutschland?

„Wilder Pfeffer“ kann von den Samenständen der Knoblauchsrauke gesammelt werden. Der Geschmack erinnert an Meerrettich und ist leicht scharf. Ein echtes Highlight im Salat oder auf warmen Speisen.

Einfach die ganzen Samen über das Essen streuen oder in einer Pfeffermühle frisch übers Essen mahlen.

Eine wahre Bereicherung in Eurer Wildkräuterküche!

Der richtige Zeitpunkt für das Sammeln der Samen ist von Mitte Juli bis Mitte August.

Kräuterrezepte aus „Hochsaison für Kräutersammler“

Alle Kräuterrezepte des Tages im Überblick

aus der Sendung vom Mi, 29.4.2020 18:45 Uhr, Landesschau Baden-Württemberg, SWR Fernsehen BW.

Mein persönlicher Tipp vorab: Probiert einmal, Pfeffer mit Galgant zu ersetzen. Galgant hat eine feinere Note als Pfeffer und bringt doch eine gute Würze mit. In den Rezepten schreibe ich deshalb Pfeffer oder Galgant.

Aber egal was man wählt, Wildkräuter bringen immer ein hervorragendes Geschmackserlebnis auf den Tisch. Zudem wird Euer Körper mit wertvollen Mineralien und Vitaminen versorgt, da die Wildkräuter ein Vielfaches an wichtigen Nährstoffen für Dich bereit halten als herkömmliche Lebensmittel.

Wildkräutersalat

  • 1 Kopf grüner Salat
  • Ein paar Blätter Radicchio
  • Wildkräuter der Saison z. B. Giersch, Sauerampfer, Knoblauchsrauke, Bärlauch. Zum Verzieren eignen sich folgende Blüten: Gänseblümchen, Löwenzahn, Taubnessel, Gundermann … hier sind je nach Kenntnisse keine Grenzen gesetzt. Alles was schmeckt und gut tut darf den Salat und somit Deinen Körper bereichern.
  • Öl, Essig, Senf, Honig oder Apfelsaft, Salz, Pfeffer oder Galgant

Salat und Wildkräuter waschen (außer die Blüten!) und zerkleinern. Das Dressing aus den Zutaten mischen. Mit Salz und Pfeffer oder Galgant abschmecken.

Baguette mit Knoblauchsrauke und geschmolzenem Camembert

  • 1 Baguette längs halbiert
  • 3-4 Handvoll Knoblauchsraukenspitzen
  • 4 EL Olivenöl
  • 100 g Camembert
  • Salz, Pfeffer oder Galgant
  • Ggf. weitere Wildkräuterblüten zum verzieren
Wildkräutersalat mit Baguette
Wildkräutersalat mit Baguette

Die Blätter und die Triebspitzen waschen, abtropfen lassen. Ca. 1/4 zur Seite legen, den Rest fein schneiden.
Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Das Baguette auf ein Backblech legen.
Das fein geschnittene Kraut mit Öl, Salz und Pfeffer oder Galgant mischen und auf das Baguette streichen. Den Camembert in Streifen schneiden und das Baguette belegen.
7-10 Minuten im vorgeheizten Ofen backen, bis der Camembert leicht gebräunt ist.
Herausnehmen und mit den restlichen Knoblauchsraukenspitzen bestreuen. Zum weiteren dekorieren eignen sich auch hervorragend Blüten vom Gänseblümchen, Bärlauch, Löwenzahn etc.

Gebratene Löwenzahnknospen

  • Eine Handvoll noch nicht aufgegangenen Löwenzahn-Knospen
  • Olivenöl
  • Salz, Paprika

Die Löwenzahnknospen im Olivenöl leicht anbraten bis sie etwas gebräunt sind. Danach mit Salz und etwas Paprika abschmecken. Fertig ist der gesunde und sehr schmackhafte Leckerbissen, den man über den Salat geben oder als kleine Vorspeise servieren kann.

Übrigens findest Du hier noch eine weitere Variante für die Löwenzahnknospen: https://www.es-gibt-kein-unkraut.de/immunsystem-staerken-mit-fruehjahrskraeutern/

Gebratene Löwenzahnknospen
Gebratene Löwenzahnknospen

Erdbeeren mit Gundermann-Joghurtcreme

  • 10-15 Gundermannspitzen, wenn möglich mit Blüten
  • 300 g Erdbeeren oder anderes Obst der Saison
  • 200 g Joghurt
  • 100 g Sahne
  • Etwas Vanillezucker

Blätter und Blüten von den Gundermannspitzen trennen. Die Blättchen waschen (nicht die Blüten).
Erdbeeren waschen, halbieren und in Glasschälchen verteilen.
Gundermannblättchen fein schneiden.
Joghurt in einer Schüssel glatt rühren. Sahne steif schlagen und Vanillezucker dazugeben. Die fein gehackten Gundermannblättchen und Sahne unter den Joghurt heben, abschmecken und über die Erdbeeren geben.
Zum Schluss die Gundermannblüten über die Creme geben

Gundermanncreme mit Erdbeeren
Gundermanncreme mit Erdbeeren

Guten Appetit!

Immunsystem stärken mit Frühjahrskräutern

Was hilft Körper und Seele gesund zu bleiben?

Corona-Virus. Er verbreitet Angst und Panik. Nie gekannt Einschränkungen sind nun aktiv. Doch halten wir einfach mal kurz inne. Mein Lebensmotto „Alles ist für etwas gut“ möchte ich insbesondere in der Krisenzeit nicht über Bord werfen. Das wäre so ähnlich wie eine Diät die man nur machen möchte, wenn man gerade satt ist. Aber beim ersten Hungergefühl gibt es plötzlich keine Diät mehr.

Alles ist für etwas gut! Auch in der Krise.

Warum schreibe ich diesen Blogbeitrag? Weil ich gerne einen Impuls setzen möchte. Wir können unser Immunsystem stärken. Es ist Frühling. Nie sind die Kräuter kraftvoller als im Frühling. Für die besten Kräuter im Frühjahr muss man kein Kräuterexperte sein.

Mein Tipp #1: Junge Brennnessel-Spitzen! Warum?

Die Brennnessel enthält mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Sie enthält viele Mineralien wie Eisen, Kalium, Magnesium und ist sogar reich an Eiweiß. 100 Gramm frische Brennnesselblätter enthalten ähnlich viel Eiweiß wie die gleiche Menge frische Hülsenfrüchte. Dieser wunderbaren Pflanze sagt man in der Volksmedizin nach, dass sie entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, immunsystemstimulierend und sogar schmerzlindernd sein soll.

Brennnessel-Spitze
Brennnessel-Spitze

Mein Tipp #2: Löwenzahn! Warum?

Der Löwenzahn ist ein richtiger Allrounder, wenn es um die Gesundheit geht. Dank seiner Bitterstoffe regelt er die Verdauung und unterstützt Leber und Galle. Deshalb gilt er als wahres Stärkungsmittel. Wegen seiner harntreibenden Wirkung wird der Löwenzahn unter anderem auch Bettnässer oder Bettseecher genannt. In der Frühjahrskur angewandt soll der Löwenzahn auch blutreinigend wirken.

Löwenzahn Blüte und Knospe
Löwenzahn Blüte und Knospe

Heilkraut anstatt Unkraut!

Mit diesen beiden Kräutern habt Ihr schon mal den vollen Immunsystem-Booster. Eine unglaubliche Vielfalt an Mineralien und Vitaminen.

Eine kleine Warnung möchte ich allerdings aussprechen. Viel hilft nicht viel! Übertreibt es nicht mit den Frühjahrskräutern, sonst bekommt Ihr einen gratis „Hausputz“ im Körper. Nein, das ist nicht schlimm. Aber der Körper könnte eventuell mit Durchfall reagieren und das muss ja nicht sein… Eine handvoll Kräuter ist für den Anfang völlig ausreichen. Einfach herantasten und ausprobieren was für Euch gut ist.

Grün aufs Auge!

Die Kräuter haben neben der körperlichen auch eine seelische Wirkung. Wenn Ihr jetzt in die Natur hinaus geht und die wunderbare Fülle betrachtet. Eine essbare, gesunde Bereicherung. Das beruhigt und entspannt den Geist. Alles andere ist plötzlich nicht mehr so wichtig.

Hier noch ein wunderbares Rezept zum Ausprobieren:

  • Sammelt die noch nicht aufgegangenen Löwenzahn-Knospen
  • Diese in der Pfanne mit gutem Olivenöl leicht anbraten bis sie etwas gebräunt sind
  • Etwas salzen
  • Fertig ist der Leckerbissen, den man über den Salat geben oder als kleine Vorspeise servieren kann
Gebratene Löwenzahn-Knospen – eine Delikatesse
Spargel mit Löwenzahnknospen
Spargel mit Löwenzahnknospen
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