Städte in China stimmen mich nachdenklich

Neulich habe ich mit meinem Partner eine wunderbare Wanderung durch das schöne Eyachtal gemacht. Hier und da naschen wir von den Kräutern, die uns begegnen. Besonders im Spätsommer bzw. Richtung Herbst wächst einer meiner Lieblingspflanzen. Der pflanzliche „Immigrant“ das indische Springkraut. Dessen Samen sind ein leckerer und gesunder Snack auf jeder Tour.

Nichtsahnend kommen einige Chinesen auf uns zu gerannt und fuchteln mit Händen und Füßen vor uns herum. Ihr deutscher Freund kam ihnen gleich hinterher und klärte uns auf, dass die Chinesen so begeistert von unserer Natur wären. Sie haben das in Ihrer Heimat nicht, weil da nur noch Hochhäuser stehen und der Bezug zur Natur völlig untergegangen ist.
Freudig habe ich Ihnen meine Tasche gezeigt, die voll mit Kunigundenkraut und einigen Goldmaronen war, die sich entlang unseres bisherigen Weges gezeigt haben.

Unsere neuen Freunde konnten nicht fassen das es Menschen gibt, die im Wald herum spazieren, Kräuter sammeln und auch noch Pilze finden, die abends im Kochtopf landen.

Es war eine schöne aber denkwürdige Begegnung. Für mich wäre das ein wahrgewordener Albtraum, zwischen Hochhäusern zu leben. Apfelbäume als ein Wunder zu betrachten und Kräutersammler eher auf dem Mond zu suchen als mitten auf der Erde.

Danke, dass ich das Erleben durfte. Es erfüllt mich, macht mich dankbar und auch ehrfürchtig vor der Natur. Ich weiß, dass wir in der Fülle leben. Besonders der Herbst bringt uns so viel Nahrung. Und glauben Sie mir … eine Pfanne voller Pilze angereichert mit Samen vom Bärenklau und Engelwurz … was Besseres werden Sie in keinem Sternelokal bekommen.

In diesem Sinne … ich freue mich, wenn ich Sie das nächste Mal auf einer meiner Kräuterwanderungen begrüßen darf!

https://www.es-gibt-kein-unkraut.de/kraeuterwanderung/

Mädesüß Wirkung – Aspirin aus der Natur

Mädesüß-Feld mit cremeweißen Blütenrispen auf einer Feuchtwiese

Mein Erfahrungsbericht mit Mädesüß und dessen Wirkung

Jeder, der mit mir zu den Kräuterwanderungen geht, bekommt eine Geschichte über Mädesüß erzählt. Warum? Weil es das erste Kraut war, das mich angesprochen hat. Damit wollte ich experimentieren. Ich habe das Feld von Mädesüß gesehen und wusste, dass es etwas Besonderes ist. Ich habe recherchiert und war auf Anhieb begeistert. In vielen Kräuterbüchern und im Internet werden dem Mädesüß Eigenschaften zugeschrieben wie:

  • Aspirin der Natur
  • Traditionell geschätzt als natürliches Mittel bei Schmerzen
  • Soll das Immunsystem unterstützen

Sehr spannend. Meine ersten Selbstversuche sind schon einmal positiv ausgefallen. Bei Spannungskopfschmerz gab es ein bis zwei Tassen gebrühten Mädesüß-Tee (der übrigens sehr lecker nach Vanille schmeckt) und tatsächlich … mein Aspirin-Konsum nahm rapide ab! Bei mir hat es super gewirkt.

Es war mir nicht genug. Ich stellte eine Tinktur aus frischem Mädesüß her – natürlich zur richtigen Tageszeit und zur richtigen Mondphase! Wenn schon, sollte alles stimmen.

Nach 6 Wochen war meine Tinktur fertig, doch was damit machen? Ich fragte meine Oma, die gerade etwas schnupfte, ob sie denn nicht mal meine Mädesüß-Tinktur versuchen wollte. Gesagt, getan … meine Oma stellte sich gerne zur Verfügung. Der Schnupfen ging und kam nicht wieder.

Es kam auch die jährliche Lungenentzündung nicht wieder. Ich habe einen Fan meiner Tinktur gewonnen. Meine Oma ist inzwischen 93 … ohne Schnupfen. Ohne Lungenentzündung. Inzwischen nimmt meine Oma regelmäßig Mädesüß zu sich. Den schönsten Satz, den sie mir mal gesagt hat: Danke Corinna, Dank Dir lebe ich noch!

Ich sage nicht, dass es ein Allheilmittel ist. Ich will lediglich damit sagen, dass es mir gut getan hat bei meinen Kopfschmerzen und meiner Oma bei ihren Erkältungen.

Wie es für Dich wirkt, kann ich nicht sagen, ich bin kein Arzt. Keine Apothekerin. Keine Heilpraktikerin. Ich bin einfach nur eine Kräuterfrau, die wissen will, wie die Kräuter auf den eigenen Körper und Geist wirken.

Wichtig zu wissen: Mädesüß ist nicht für jeden geeignet

So sehr ich das Mädesüß schätze – ganz ohne Vorsicht geht es nicht. Die Pflanze enthält Salicylverbindungen, also die gleiche Stoffgruppe, die auch im Aspirin steckt. Genau das macht sie besonders, bedeutet aber auch: Wer empfindlich auf Salicylate reagiert (etwa bei einer ASS-Unverträglichkeit) oder blutverdünnende Medikamente einnimmt, verzichtet besser auf Mädesüß. Auch für Schwangere und kleine Kinder ist es nicht geeignet. Wenn Du regelmäßig Medikamente nimmst, sprich im Zweifel mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt.

Mädesüß-Tee

Meine Empfehlung: Wenn nichts dagegen spricht, probiere es einfach selbst aus, dann kannst Du mitreden. Wenn das eine nicht hilft, hilft etwas anderes … Die Natur bietet viel. Man muss nur die Augen aufmachen und plötzlich erkennt man die bisher unentdeckten Schätze, die vor einem liegen.

Was auch immer wie wirkt, meine Oma und ich sind happy!


Du möchtest Mädesüß selbst ausprobieren?

In meinem neuen Beitrag zeige ich Dir zwei Anwendungen, die kaum jemand kennt: meinen erprobten Kaltauszug, der nach Vanille duftet, und wie Du Mädesüß als Räucherkraut für die dunkle Jahreszeit trocknest.

👉 Mädesüß räuchern und genießen – 2 Anwendungen, die kaum jemand kennt

Und wenn Du die Wiesenkönigin lieber draußen kennenlernen möchtest: Lass Dich von mir in die Welt der Kräuter entführen. 👉 Hier findest Du die Übersicht meiner Termine.

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